Die Kraft der Birke

Seit jeher wird dieser Baum als heilig und heilkräftig verehrt. Die moderne Wissenschaft kann viele gute Wirkungen bestätigen.

Sie bringt Lebenslust. Die alten Germanen benutzten die Birke, deren Keim nur ein wenig Erde zum unermüdlichen Sprießen genügt, einst für ihre Liebes- und Fruchtbarkeitsmagie. Zudem galt die Birke als beschützend. Deshalb wurden zum Beispiel Wiegen vornehmlich aus ihrem Holz hergestellt. Und aus den Zweigen bestanden die Besen, mit denen sakrale Orte gereinigt wurden. In Häusern und Hütten angebrachte Birkenzweige sollten die Bewohner vor bösem Zauber bewahren.
Die Kelten huldigten mit der Verwendung von Blättern, Rinde und Saft ihrer Frühlingsgöttin Brigid, der „Lichtgebärerin“ und Muse der Heiler. Sie ist Namenspatronin des Birkenbaums, der seine Lebenskräfte bereits sammelt, während der Winter noch währt, es noch kalt und düster ist. Am 2. Februar feierten die keltischen Druiden das Brigid-Fest, das die Christen in Mariä Lichtmess umtauften.
So leben Traditionen über Jahrtausende weiter, und das Wissen um die Heilkraft dieses unverwüstlichen Baums der Gattung Betula alba. Was bringt uns heute die Birke, die jetzt in vollem Saft steht? Laut Wissenschaft eine ganze Menge gesunder Dinge.

Das Schlagen mit der „Lebensrute“, einem frischen Birkenzweig, ist in Finnland Tradition in der Sauna. Es steigert die gesunde Wirkung jeder Hitzesitzung: noch bessere Durchblutung, Abbau von Allergieneigung, Entgiften und Entschlacken.

In den Blättern enthaltene Salicylsäure, das pflanzliche Aspirin, hilft bei Entzündungen. So haben sich Birken-Extrakte aus der Apotheke als Unterstützung gegen entzündlich bedingte Erkrankungen bewährt, etwa Rheuma. Die ebenfalls enthaltenen Gerbstoffe können Magen- und Darmbeschwerden lindern, etwa Völlegefühl oder Blähungen.

„Birkenblut“ ist ein besonderes traditionelles Heilmittel. Der Saft aus den Stämmen größerer Bäume wird im Frühjahr abgezapft. Er findet sich zum Beispiel alsmaßgeblicher Anteil in Präparaten zur Haarpflege, gegen Schuppen oder auch gegen Ekzeme. Den Saft erhält man in Apotheken und Reformhäusern. Wichtig und gut zu wissen: Das Anzapfen der Birken erfolgt kontrolliert, oft im nördlichen und östlichen Ausland. In Deutschland ist es Privatpersonen, wie es unsere Großmütter bestimmt noch gemacht haben, heutzutage streng verboten.

Belastende Stoffe aus dem Organismus zu leiten, das gelingt besonders gut mit einer Tee-Kur. Dabei ist es wichtig, immer viel Wasser dazu zu trinken, damit die gelösten Gifte und Schlacken auch gründlich ausgeschieden werden.

So reinigt und kräftigt sie uns

Aus dem, was der Baum Ihnen liefert, können Sie vielfältige und wirkungsvolle Medizin machen.
Die enge Beziehung der Birke zum menschlichen Wasserhaushalt ist schon lange bekannt, und inzwischen wissenschaftlich bestätigt. Sie ist ein wahres Detox-Wunder. Mithilfe von Birkenblätter-Tee können die Nieren bis zu sechsmal mehr Harn ausscheiden. Das hilft bei der sogenannten Durchspülungstherapie, etwa bei Blasenentzündung, gegen Ödeme (Wasseransammlungen) im Körper, zur Entschlackung und Entsäuerung.
Die Detox-Kur mit Tee: 2 EL getrocknete Birkenblätter (Reformhaus) mit 250 ml Wasser aufbrühen und 15 Minuten abgedeckt ziehen lassen. Über den Tag verteilt drei Tassen trinken. Eine noch größere Wirkung erzielen Sie, wenn Sie etwa 50 g getrocknete Blätter grob hacken, für 2 Std. in 1 Liter Kaltwasser ansetzen, aufkochen und 2 Std. zugedeckt ziehen lassen. Tagsüber trinken Sie die Menge in kleinen Portionen.
Wichtig: Die Kur sollte ohne Absprache mit einem Arzt nicht länger als zwei Wochen dauern. Bei Herz-Kreislauf-Leiden bitte den Arzt vorab fragen.

Für die Haut
Wenn Sie Ihr Gesicht mit diesem Birkenwasser morgens und abends waschen (ohne Seife),werden Sie staunen, wie frisch Ihre Haut erscheint. Das Wasser wirkt hautklärend.

Bei Haarausfall und Schuppen
Mit dem Tee zweimal wöchentlich die Haare waschen, dabei die Kopfhaut kräftig massieren. Nur kurz klar und lauwarm ausspülen.

Bei Blasenentzündung
Die Wirkung der Tee-Kur gegen Harnwegsinfekte kann man mit einem Sitzbad steigern: 8 Tropfen Birkenöl (in Apotheke oder Reformhaus bestellen) mit 2 EL süßer Sahne mischen. Dann unter warmem Wasserstrahl in die Wanne geben. Einmal täglich 10 bis 15 Minuten sitzend darin baden.

Bei Muskelschmerzen
Ätherische Stoffe aus Birkenrinde wirken entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd, etwa bei Prellungen oder Muskelkater.
Rezept: Ein verschließbares Glas mit getrockneten Rindenstückchen füllen, mit Olivenöl aufgießen, bis das Glas voll ist, zuschrauben. Den Ansatz 14 Tage lichtgeschützt stehen lassen, dann durch ein Tuch filtern. Wenn Sie frisches Olivenöl nehmen, hält das Birkenöl zum Einreiben drei Monate (nicht über 25 °C lagern).

Detox-Salat mit Birkenblättern
Auch wenn man es kaum glauben mag, aber in dieser Form sind sie essbar. Für einen super gesunden Salat brauchen Sie zu gleichen Teilen insgesamt eine gute Handvoll frisch gepflückte Birkenblätter sowie junge Brombeer- und Löwenzahnblätter. Diese hacken Sie sehr fein und rühren daraus ein Dressing an. Die weiteren Zutaten hierfür: 1 TL Apfelessig, 1/2 TL Balsamico, 1 TL Zitronensaft, 3 klein geschnittene Radieschen, etwas sehr fein gehackte Petersilie, 1/2 TL Löwensenf, 2 EL Olivenöl sowie Salz und Pfeffer nach Geschmack. Das Dressing unter einen klein zerteilten Kopfsalat mischen und sich freuen, wie lecker Entschlacken sein kann.

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