Vor Herzleiden kann das Smartphone schützen

Ungewöhnliche Schläge des Herzens kennt fast jeder, mal schlägt es rasend schnell, plötzlich unregelmäßig oder sogar mit beunruhigenden Aussetzern.

Meistens ist gelegentliches Herzstolpern völlig harmlos, sollte jedoch nicht einfach missachtet werden. Denn manche Rhythmusstörungen können zu schweren Krankheiten wie einem Schlaganfall, allgemeiner Herzschwäche oder im schlimmsten Fall zu einem plötzlichen Herztod führen.

Man sollte sich daher immer an einen Spezialisten wenden, falls Unregelmäßigkeiten auffallen. Um das gefährliche Herzflimmern selbst rechtzeitig erkennen und damit Risiken für eine schwere Krankheit verhindern zu können, kann man ab jetzt eine neue App zu Hilfe nehmen.

Die neue Anwendung „Preventicus heartbeats“ kann innerhalb weniger Minuten erkennen und dokumentieren, ob eine ernsthafte Herzrhythmusstörung vorliegt oder nicht. Das Prinzip ist dabei recht einfach und soll per Smartphone-Kamera funktionieren. Hierfür soll man den Arm ruhig und gerade auf den Tisch legen und auf dem vordersten Teil des kleinen Fingers die Kameralinse platzieren. Danach soll die Messung gestartet werden, den Rest macht die App dann ganz von alleine. Die App strahlt nun durch den in der Kamera integrierten Blitz eine Lichtsignal durch die Fingerkuppe. Aus den erhaltenen Werten, kann die App eine Pulskurve ableiten und eine Herzrhythmus-Analyse durchführen. Laut eine Studie funktioniert die Methode hervorragend, denn von 80 Teilnehmern, konnte man bei 90% der Fälle eine korrekte Diagnose geben.

Zu Rhythmusstörungen kommt es, wenn der Sinus-Knoten falsche Impulse liefert, denn somit werden diese auch falsch weiter geleitet. Doch was ist der Sinus-Knoten und welche Aufgaben hat er? Der Sinus-Knoten liegt im Vorhof und erzeugt elektrische Impulse, welche den Herzschlag steuern. Diese Impulse werden danach zum AV-Knoten weiter geleitet und anschließend weiter zur Herzmuskulatur. Normalerweise schlägt das Herz ca. 60 – 80 Mal pro Minute, der Takt geht dabei also vom Herzen selbst aus.

Zu einer Rhythmusstörung kommt es nun, wenn der Sinus-Knoten nicht korrekte Impulse liefert, denn somit werden diese am den AV-Knoten und somit den Herzmuskel falsch weiter geleitet. Das bekannte Vorhofflimmern führt damit zu einem unregelmäßigen Puls. Die Folge davon ist, dass sich der Vorhof unregelmäßig zusammen zieht, der in die Herzkammern folgende Bluttransport wird beeinträchtigt und die Pumpleistung des Herzens sinkt ab. Im schlimmsten Fall, kann dies dazu führen, dass sich Gerinnsel bilden, welche wiederum zu einem Schlaganfall führen können.

Nicht nur das Vorhofflimmern kann zu gefährlichen Krankheiten führen, sondern auch das sogenannte Kammerflimmern. Dies ist eine besonders gefährlich Art des Herzflimmerns. Hierbei zieht sich die Herzkammer schnell und unkontrolliert zusammen, wodurch die Pumpleistung des Herzens plötzlich und dramatisch absinken kann. Kammerflimmern kann ohne Behandlung schon nach wenigen Minuten zum Tode führen. Auch können Herzrasen oder eine Verlangsamung des Herzschlags als Symptome auftreten. Ein Spezialist sollte bei öfteren oder anhaltenden Symptomen wie ein pochendes Herz, Herzrasen, Schwindel oder sogar Ohnmacht schnellsten aufgesucht werden. Eine Diagnose kann mit Hilfe eines EKG schnell gestellt werden, denn bei dieser Untersuchungsmethode, werden die elektrischen Ströme des Herzens mit Hilfe des Geräts aufgezeichnet und es kann schnell festgestellt werden, ob eine Behandlungsmaßnahme notwendig ist.

Nach einer Herzkrankheit oder durch eine Überfunktion der Schilddrüse, können häufig Arrhythmien auftreten. Dies ist jedoch nicht die einzige Ursache für dieses Krankheitsbild. Denn ein Mineralstoffmangel kann sich ebenso negativ auswirken, denn Kalium und Magnesium sind für eine gesunde Herzfunktion sehr wichtig. Bei Mangelerscheinungen kann hierfür einfach ein Präparat mit den benötigten Mineralstoffen in der Apotheke erworben werden. Weitere begünstigende Umstände für eine Arrhythmie können der Genuss von zu viel Alkohol und fettes Essen sein, ebenso wie dauerhafter Schlafmangel, zu viel Stress oder starke Nervosität. Auch können die Rhythmusstörungen durch die Einnahme von Medikamente gegen Asthma, Schilddrüsenunterfunktion und Antidepressiva begünstigt werden.

Ein stressiger Alltag ist besonders gefährlich wenn man unter einer Herzerkrankung dieser Art leidet. Dies kann dazu führen, das sich das Herzstolpern verschlimmert. Darum sollte darauf geachtet werden, dass man genügend Ruhepausen in den Alltag einbringt und sich hin und wieder auch mal eine Auszeit auf dem Sofa oder an der frischen Luft bei einem Spaziergang gönnt. Koffein und Alkohol sollten so gut es geht als Genussmittel vermieden werden und das Rauchen sollte aufgegeben werden, denn es schwächt nicht nur das Herz sondern kann auch andere schwerwiegende Erkrankungen wie einige Krebsarten fördern. Falls man täglich Tabletten einnehmen muss, ist es zudem hilfreich den Arzt zu fragen, ob diese Rhythmusstörungen auslösen können.

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