Die Psyche als aufsteigende Ursache für Arbeitsunfähigkeit

Grund für Arbeitsunfähigkeit: Psyche

Psychische Krankheiten sind heutzutage kein Tabu-Thema mehr und führen immer häufiger zu Arbeitsunfähigkeit und Krankmeldungen beim Arbeitgeber, dies führte zu einem Verlust von rund 17 Mrd. Euro in der deutschen Wirtschaft. Diese Summe sollte eigentlich die Arbeitgeber aufhorchen und Änderungen einführen lassen um ein stressfreies Arbeitsumfeld zu gestalten.

Sogar das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet die Unternehmen seit 2013, bei der Minimierung der Gesundheitlichen Risiken auch die psychischen Belastungen zu beachten.

Untersuchungen der Hans-Böckler-Stiftung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigten jedoch einen gegenteiligen Effekt und veröffentlichten 2016 den Artikel „Arbeit und Gesundheit im betrieblichen Kontext“, bei welchem die Betriebsräte zum Thema Stress am Arbeitsplatz Stellung beziehen konnten. Die Antworten sind erschütternd, denn mehr als 75% der 2000 Befragten berichten von unerfüllbaren Leistungsansprüchen in unzumutbaren Zeitspannen. Ein Stresspotential, woraus verständlicherweise psychische Krankheiten erwachsen können. Nicht verwunderlich das bei der Untersuchung heraus kam, dass lediglich 25% der Betriebe das Thema Arbeitsschutz ernst nehmen und vollständig erfüllen. Kleinbetriebe sind oft beim Thema psychischer Arbeitsschutz rückständig betreut.

Alarmierenden ist zudem, dass die Krankheitstage, von seelisch und psychisch Betroffenen, bei Versicherungen wie Beispielsweise der AOK jährlich um bis zu 80% ansteigen. Auch wenn es sich dabei absolut nur um ca. 11% der krankheitsbedingten Ausfälle handelt, ist die Zahl steigend und in manchen Berufszweigen wie Erziehung oder Sozialwesen sogar die führende Ursache für Fehltage, und liegt damit noch vor der normalen Erkältung oder Rückenproblemen.

Die Problematik ist zudem, dass Branchen unabhängig die Länge der Krankheitsperiode bei psychischen Erkrankungen wesentlich länger – oft doppelt so lange – ausfällt als bei den üblicheren Krankheiten. Dies betrifft zudem auch die Rentenbeiträge, da viele Frührentenanträge aufgrund von seelischen Beschwerden bewilligt werden.

Auffällig ist heutzutage, dass laut Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, psychische Erkrankungen zwar öfter diagnostiziert werden, jedoch die Anzahl der Betroffenen nicht nennenswert zugenommen hat. Es wird nur offener mit der Thematik umgegangen als in den früheren Jahren und behandelnde Ärzte gehen eher auf die Problematik ein.

Die Ursache für seelische Erkrankungen ist nicht alleine das berufliche Umfeld, sondern vielmehr ein Zusammenspiel von Veranlagung sowie Stress im Privat- und Berufsleben. Jedoch tragen Unternehmen, welche immer höhere Leistungsanforderungen stellen, emenz zur Überbelastung bei.

Fakt ist, dass die Problematik zu oft von den Arbeitgebern unterschätzt und herabgesetzt wird. Hier muss noch viel Beratungs- und Aufklärungsarbeit geleistet werden, um die Steigerung des Arbeitnehmer Wohlbefindens und die damit verbundene Steigerung der Arbeitsleistung und den daraus resultierenden betrieblichen nutzen wahrnehmen zu können.

Erhöhte Betriebskosten oder unklare Zuständigkeit sollten kein Hindernis darstellen, denn der aus gewissenhaft ausgeführten Gefährdungsbeurteilungen gewonnene Mehrwert würde sich auszahlen.

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