Schlankwerden ist Kopfsache

Warum scheitern beinahe alle Abnehmeversuche? Was hat mein Kopf damit zu tun? Wie trickse ich mich selbst aus?

Hast auch Du die Fastenzeit schon dafür genutzt, einige Deiner Pölsterchen los zu werden? Du verzichtest z. B. auf Liebgewordenes, Süßes, Alkohol, Knabberei. Anfangs klappt es meist ganz gut. Die Pfunde purzeln. Aber jedes Mal, wenn Du wieder anfängst „normal“ zu essen, ist alles wieder futsch. Warum?
Weil Diäten anders funktionieren! Es ist unser Gehirn und unser Essverhalten, das die Diät boykottiert. So ist der Griff zu Chips, Nüsschen oder Schokolade vor dem Fernseher in unserer Hirnregion abgespeichert, die für Automatismen – wie z. B. auch Laufen oder Radfahren – zuständig ist.

Wie das Gehirn unser Gewicht kontrolliert

  • Erlernte Abläufe:
    So wie das Radfahren, ist leider auch Dein Essverhalten tief im Hirn gespeichert. Diese sogenannten Basalganglien musst Du neu programmieren, um dauerhaft Dein Gewicht im Griff zu haben. Fang am Besten in kleinen Schritten an und iss nur noch drei Mahlzeiten am Tag. War das in Deiner Kindheit so, fällt die Umstellung leichter, aber hab etwas Geduld, die Umprogrammierung kann einige Wochen dauern.
  • Bewusste Handlungen:
    Im vorderen Teil des menschlichen Gehirns liegen Bereiche, die für unsere bewussten Handlungen und Entscheidungen zuständig sind. Dieser Teil steht mit dem Belohnungssystem in einer ständigen Auseinandersetzung – bei der er leicht unterliegt. Dann fängst Du an zu essen, obwohl Du es gar nicht willst. Da kommt nun das weiter unten erwähnte Tagebuch ins Spiel, in dem Du Deine Ernährungsziele formulierst,in Teilziele unterteilst und Deine gefassten Pläne immer wieder nachlesen und aufmerksam in Gedanken durchgehen kannst.
  • Das Belohnungssystem:
    Wenn Du Dich mit Süßem oder Fettem „verwöhnst“, wird das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Wenn Du abnehmen willst, brauchst Du alternative Dopaminquellen. Schau, was Dir Spaß macht – raus in die Natur – Sport – Kunst… Hauptsache es bringt Dir Genuss.
  • Energie-Kontrolle:
    Ob Dein Gehirn ausreichend mit Energie versorgt ist, überwacht ein Teil des Zwischenhirns. Wenn nun Dein Blutzuckerspiegel sinkt, gibt es Alarm und Du musst etwas essen. Greifst Du nun zu zuckerhaltigem, wird jede Menge Insulin ausgeschüttet, um den Zucker abzubauen. Dabei fällt nun wieder der Blutzuckerspiegel stark ab… Heißhunger-Attacke! Wird dieses Verhalten über Jahre beibehalten, besteht die Gefahr der Diabetes-Typ2 Erkrankung.
    Tipp: Fleisch, Fisch oder Gemüse verhindern starke Insulin-Ausschüttungen.
  • Die Waage hilft:
    Diese These ist umstritten. Aber viele Erfahrungen zeigen, dass wir durch die tägliche Gewichtskontrolle unbewusst auf unsere Ernährung achten und – wenn wir zunehmen – automatisch kleine Veränderungen in den Essensgewohnheiten durchführen. Wenn das Gewicht tatsächlich trotz strikter Einhaltung der geänderten Ernährung stagnieren, gönne Dir einen Tag, an dem Du isst, wonach Dich gelüstet. Du wirst feststellen, danach geht es wieder mit der Gewichtsreduktion.

Welches wichtige Utensil hilft Dir am Abnehmen?

Willst Du Dein Gehirn umprogrammieren? Dann kaufe Dir schlicht ein Tagebuch! Die Hirnforschung hat festgestellt, dass es wichtig ist, Ziele schriftlich zu fixieren. Alles, was Du sorgfältig mit dem Stift auf ein Blatt Papier schreibst, hältst Du viel eher ein. Denn das Aufschreiben aktiviert unser Vernufthirn.
In diesen Kalender notierst Du nicht nur Deine Ziele, die Erfolge und einen Essensplan für den nächsten Tag – auch Deine kleinen Ausrutscher gehören dort hinein. So kannst Du die Rückschläge erklären und Ideen sammeln, wie Du sie in Zukunft vermeiden könntest.
Diese Methode habe ich ausprobiert und tatsächlich einige meiner Automatismen ändern können. Jieper auf Süßes kommen nun eher selten und dann lenke ich mich kurz ab – schon ist der Anfall vorbei.

Für ein paar Tage kannst Du Dich den Reizen widersetzen. Doch irgendwann setzt sich das Belohnungssystem immer durch und verlangt, was so gut schmeckt. Fazit: Die Diät ist gescheitert. Frustriert fällst Du in alte Muster zurück.

Fest steht: Deine Ernährungsgewohnheiten kannst Du nicht von einem Tag auf den anderen komplett ändern. Stattdessen solltest Du versuchen, die vier Bereiche im Gehirn neu zu programmieren, die Dein Essverhalten beeinflussen. Das gelingt am besten, indem Du Dir kleine Ziele steckst, wie etwa eine Zwischenmahlzeit wegzulassen. Schließlich haben wir Radfahren auch nicht an einem Tag gelernt.
Falls es mal nicht klappt, solltest Du Dich nicht entmutigen lassen. Rückschläge sind natürliche Bestandteile des Lernprozesses! Damit das neue Verhalten besser im Gehirn verankert wird, solltest Du Dich für Fortschritte belohnen. Am besten gönnst Du Dir etwas, was Spaß bereitet, z. B. ein schönes Buch, eine Massage oder einen Friseurbesuch.

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